Kunsthandwerk ist Kunst durch Handwerk
Die Kupferfolientechnik – auch Tiffanytechnik nach ihrem Erfinder benannt – ergibt einen festen und starren Verbund der einzelnen Glasteile. Im Gegensatz zur Bleiverglasung ist eine sehr feine Linienführung möglich.
Jeder Arbeit geht eine kreative Idee und deren Planung in Form von Skizzen und Aquarellzeichnungen voraus, häufig mit einer oder zwei Alternativen.
Der ausgewählte Entwurf wird in Originalgröße auf Schablonenpapier übertragen und ausgeschnitten. Nun erfolgt die Auswahl der Gläser; ein entscheidender Vorgang zum Gelingen eines Projektes! Mit Hilfe der Schablonenteile erfolgt der Übertrag auf das Glas und danach der Zuschnitt. Diese Teile werden mit einem Schleifgerät exakt eingeschliffen und mit einer entsprechend breiten Kupferfolie eingefasst. Die einseitig klebende Folie wird angedrückt und geglättet. Jetzt können die einzelnen Teile aneinandergelötet werden.
Abschließend erfolgt eine intensive Reinigung, bevor eine farblich passende Patina dem glänzenden Zinn eine Oberflächenfärbung gibt.
Auch im Außenbereich – Fenster und Türverglasungen, Leuchten – ist bei minimaler Pflege der metallenen Verbindungen gegen Korrosion eine sehr hohe Lebensdauer gewährleistet. Eine Kombination mit Isoliergläsern ist problemlos möglich.
Die „traditionelle“ Bleiverglasung weist gegenüber der Kupferfolientechnik einige praktische Nachteile auf: Instabilität bedingt durch die Weichheit des Materials, und die gesundheitsgefährdende Wirkung insbesondere bei der Anfertigung sind von wesentlicher Bedeutung!
Bei Restaurationen oder Reparaturen von Bleiverglasungen oder bleiverglasten Lampen ist es möglich, „zeitgemäß“ und nach denkmalschützerischen Gesichtspunkten vorzugehen.
Alte Originalgläser und Glasreste aller Art dienen als entsprechender Ersatz beschädigter Teile.
